Bailliage Hofheim: Was war 2016?

13. Januar 2016:

Unsere Dignitaires trafen sich im Ristorante Momenti Italiani zu einem Dinner mit Damen, um das Jahr 2016 feierlich zu eröffnen. Bailli Gerhard Rembser dankt in seiner Tischrede allen Anwesenden für die Mitarbeit und Mithilfe im vergangenen Jahr und ihren Beitrag zum Vereinsleben.

 

16.März 2016:

Unser bisherige Bailli Gerhard Rembser, der dieses Amt mit voller persönlicher Hingabe 10 Jahre erfolgreich ausübte, wechselt in den verdienten Status eines Ehren-Bailli.

Gerhard bedankte sich für gute und engagierte Mitarbeit und erinnerte an die vielen gelungenen Aktionen in dieser Dekade. Peter Eid sprach im Namen des Vorstands Gerhard den tief empfundenen Dank aller für seinen unermüdlichen, selbstlosen Einsatz aus. Als kleine Anerkennung bekam Gerhard einen guten Tropfen aus Chinon, einen Clos de l´Echo des Gründungsjahres 2005. Zum neuen Bailli wurde Hans Peter Eid gewählt.

 

1.Mai 16:

Alle Jahre wieder genießen wir am Maifeiertag den köstlichen Spargel unserer Region im Restaurant „Die Scheuer“. Wichtig ist uns das Zusammensitzen, -trinken und –diskutieren.

Wenn denn dazu noch ein wenig Gargantua gelesen wird, wird schnell aus einem Gang ein über dreistündiges Gemeinschaftserlebnis.

 

5. bis 8. Mai 2016:

Das Grand Chapitre d´Allemagne der Confrérie des Bons Entonneurs Rabelaisiens organisierte  in der Zeit von Himmelfahrt bis zum Muttertag ein großartiges Bundeskonvent in Dresden, an dem Hofheim mit 29 Consœurs und Confrères beteiligt war. Es überschlugen sich die Höhepunkte: Besuch der Radeberger Brauerei mit gemeinsamen Abendessen im historischen Kaiserhof, Besichtigung von Meißen mit Führung durch die Porzellanmanufaktur, Dampferfahrt Meißen – Dresden, Gauklerabend im Sophienkeller des Taschenbergpalast, Besichtigung des „Grünen Gewölbes“ und festliches Chapitre im Weinkeller von Schloss Wackerbarth , Gala Menu im Schloss.

 

10.Juni 2016:

Wir treffen uns am „Eisernen Steg“ und lassen uns von einem Schiff der Primus-Linie mainabwärts längs des Museumsufers zur Schleuse Griesheim bringen und zurück am Westhafen vorbei. Der 2. Teil der Bootspartie führt vorbei an der EZB, durch den Osthafen zur Gerbermühle. Dieses Anwesen, das bereits im 14. Jht. als  Wasserhof erwähnt wurde, wurde Anfang des 18. Jht. von einem Gerber genutzt bis es um 1800 von dem Bankier J.J. Willemer zu einem Sommersitz ausgebaut wurde, auf dem schon Goethe seinen 66. Geburtstag feierte. Im 20. Jht. verfiel das Anwesen immer mehr, bis es 1944 bei einem Luftangriff fast völlig zerstört wurde. Auch wenn von der alten Mühle nichts geblieben ist, so hat doch der neue Eigentümer Werner Kindermann ein beliebtes Ausflugslokal in die alte Parklandschaft gesetzt, in dem wir uns sehr wohl und beköstigt fühlten.

 

14.Juli 2016:

Wir besuchen im Rahmen der Reihe Barock am Main im Garten des Bolongaro-Palastes die Komödie „ Der Herr von Wutzebach“. Dies ist ein Mundartstück im hessischen (frankfurter) Idiom von Rainer Dachselt nach Molières „Monsieur de Pourceaugnac“. Es spielt das Ensemble „Fliegende Volksbühne“ mit und von Michael Quast.

Beim Betreten des Barockgartens wird man von jungen Künstlern, die auf Barockinstrumenten musizieren, empfangen. Die Freifläche ist von Buden für Speisen und Getränke und Tischgarnituren begrenzt, so dass man sich mit Kleinigkeiten verwöhnen lassen konnte. Wir waren Teil eines prächtigen Sommerfests mit großartiger Komödie.

 

3.Oktober 2016:

Unser Confrère Volker Till demonstrierte uns in seiner Produktionsstätte, das von ihm entwickelte System für digitalen Direktdruck auf Behälter (Flaschen, Dosen). Diese Anlage ist die Alternative zur Etikette. Basis des Systems ist die Druckstation für 800 Behälter/Stunde in 8 Farben. Die Multiplikation dieser Druckstationen (48 Stationen) ermöglicht die enorme Leistung von 36.000 Behältern je Stunde. Nach Volkers imponierender Darstellung seiner Maschine und dem Rundgang um die Anlage verwöhnte uns Uli mit einem leckeren Buffet. Natürlich gab es erstmal dazu Bier, denn Brauereien sind die Zielgruppe für diese Druckmaschinen.

 

16.Oktober 2016:

Zum Gallusmarkt und seinem Treiben im Stadtkern Hofheims treffen wir uns traditionell zu Rippchen mit Kraut in  „Der Scheuer“. Maître Ralf Stöckle hatte für uns das Carré de Porc, das Rippenstück, im Ganzen gegart und dann zu Rippchen portioniert. Dieses saftige Stück fand unseren vollen Applaus, Nach dem tollen Schmaus in angenehmer Atmosphäre flanierten wir in Grüppchen über den Markt.

 

6.November 2016:

Zum 50. Todestag (14.05.1966) wurden und werden mehrere Ausstellungen über Teilaspekte des umfangreichen Werks von Ludwig Meidner (1884-1966) organisiert: In Frankfurt, im Museum Giersch, mit dem Thema „Das Londoner Exil (1939-1953)“, in Darmstadt, im Institut Mathildenhöhe, Ludwig Meidner – Begegnungen (Portraits von befreundeten Künstlern, Publizisten und Politikern), in Hofheim, im Stadtmuseum, Jugend und Alter, Portraits aus den 1950er und 1960er Jahren.

Diese Portraits aus der Marxheimer Zeit des Künstler (1955-1963)  waren das Sujet dieser Ausstellung. Entsprechend interessiert verfolgten wir die kenntnisreiche Führung und blieben vor einigen Bilder stehen, bei denen ein klares „kenn` ich „ aus dem Kreis kam. Ebenso sehr eindrucksvoll waren die Schwarzweiß-Aufnahmen von Stefan Moses des Marxheimer Wohn- und Arbeitsumfelds.

Im Anschluss konnten wir eng beieinander sitzend im Restaurant Amici die gemeinsamen Erinnerungen noch vertiefen. Insbesondere waren Ludwig Meidner und sein Meisterschüler Jörg von Kitta-Kittel regelmäßige Gäste im Jazzkeller, den einige aus unserer Runde bestens kannten.

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